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Interdisziplinäre Tagung der SportpsychiaterInnen in Wien


Am 24. und 25.11.2017 fand in Wien im Rahmen der interdisziplinären Tagung zu Sport, Psyche, Ethik, Recht, Gesundheit ein fachlicher Austausch zwischen der Sportpsychiatrie, der Sportpsychologie und dem Sportrecht statt. Von Seiten des ÖBS referierten Sylvia Heigl über sportneuropsychologische Aspekte des Schädelhirntraumas, Günter Amesberger zu psychologischen Aspekten des Dopings und Andrea Engleder zu Gewalt im Sport und Essstörungen.

Die zentralen Themenbereiche und Diskussionen umfassten den Machtmissbrauch im Leistungssport und den damit einhergehenden traumatisierenden Folgen von sexualisierter Gewalt. Ein weiterer Schwerpunkt galt den körperlichen und psychischen Folgen von Doping. Weiters wurde im Rahmen des Themenschwerpunktes Depression und Suizidalität klar zwischen mentaler Stärke im Sport und psychischer Gesundheit unterschieden. Ein aufrührendes Thema war die Gefahr von Schädelhirntraumata und deren Folgen, denen zahlreiche SportlerInnen tagtäglich ausgesetzt sind. Die Sportpsychiater forderten in diesem Zusammenhang klare Regeländerungen in hochbetroffenen Sportarten wie Fußball, was in diesem Beispiel ein Verbot für Kopfbälle beinhalten würde.  Essstörungen und problematische Körperbilder im Sport stellten einen weiteren wichtigen Themenschwerpunkt dar . Im Anschluss wurde von den SportpsychiaterInnen nochmals festgehalten, dass es in den 4 Kernbereichen Schädelhirntrauma, Gewalt, Doping und Essstörungen gilt, vermehrt das Bewusstsein der Verantwortlichen im Sport zu schärfen und Kampagnen zu starten sowie die Vernetzung mit den weiteren Fachdisziplinen wie der Sportpsychologie zu intensivieren.


AuthorIn
  • susanne.schaffer@sbg.ac.at
  • 30.11.2017

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